Texte Bilder Neu Bestellung Impressum Home LinksGästebuch

Anton Wilhelm Stolzing sagt:

Bischof Mixa hat Recht

Als der Augsburger Bischof Mixa die Familienpolitik der Bundesregierung kritisierte und von einer Reduktion der Frau zur Gebärmaschine sprach, war das Geschrei in Politik und Medien groß.

Von CDU bis Grünen, von Titanic bis Zeit - PolitikerInnen und Medien fielen über ihn her. Schon alleine diese Tatsache bringt ihm bei einem kritischen Geist wie Anton Wilhelm Stolzing viel Sympathie ein. Wer dem Mainstream so verhaßt ist, der kann nicht ganz Unrecht haben. Nicht umsonst heißt es: "Viel Feind, viel Ehr". Ursula von der Leyen, das Mustertöchterlein von Ernst Albrecht, als Speerspitze des Fortschritts? Das darf ja wohl nicht wahr sein - und das ist auch nicht wahr. Ist es Zufall, daß die Verplanung von Kindern ab dem sechsten Lebensmonat mit der Einführung der Rente ab 67 zeitlich so zusammenfällt - das alte Sparta läßt grüßen? In Anton Wilhelm Stolzings Augen nicht. Es geht um die umfassende Einspannung des Menschen im Interesse der privaten Wirtschaft, der Ackermänner, von Pierers, Albrechts, Schleckers. Dies bei einer nach wie vor gewaltigen Arbeitslosigkeit, die nach simplen Marktgesetzen den Wert der Ware Arbeit sinken läßt bis zum Dumping. Wie blind muß man eigentlich sein, um nicht zu sehen, daß es kein erstrebenswerter Zustand ist, daß jede Schimpansenmutter länger mit ihrem Jungen, jeder Nanduvater länger mit seinen Küken zusammen ist als eine Menschenmutter mit ihrem Baby! Da ist der Begriff Gebärmaschine zwar hart, aber nicht zu hart: auf die Welt bringen sollen die Mütter die Kinder wohl noch, weil die künstlichen Gebärmuttern noch nicht ausgereift sind, aber dann mit dem Kind zusammen sein, nein, man braucht sie ja für die Wirtschaft.

Bischof Mixa hat Recht: Kinderkrippen ja, wenn es sein muß, wenn die Eltern nur saufen und sich nicht um das Kind kümmern (obwohl: das ist ja schon eher ein Fall für das Kinderheim), oder wenn nackte materielle Not sie zwingt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen - aber doch nicht als angestrebtes Ziel! Hoffnungslos abseitig in der neoliberalen Gesellschaft ist die Forderung, die Wirtschaft solle familiengerecht werden, nicht die Familie wirtschaftsgerecht, und gerade in dieser hoffnungslosen Abseitigkeit wahrhaft fortschrittlich. Erwerbsarbeit als Selbstverwirklichung - das ist Propaganda, Newspeak. Für die große Mehrheit unter uns ist sie nur das kleinere Übel im Vergleich zur Arbeitslosigkeit. Mobbing, Karoshi, Selbstmord aus Verzweiflung wie jetzt bei Renault, ständiger Druck, permanente Demütigung, Sehnenscheidenentzündung, Krampfadern, Depressionen, die Reduktion des Menschen zu einer Ware, das ist die Wirklichkeit. Ohne permanenten materiellen Druck und andauernde Gehirnwäsche sähe der Arbeitsmarkt anders aus, da hätten wir vielleicht 20000 Arbeitslose!

Leute, fallt nicht auf die Neoliberalen rein. Unter denen ist die F.D.P. bei weitem nicht das Schlimmste, sie kämpft ja einen halbwegs ehrlichen Kampf und verbrämt wirklich nur selten, ein winziges bißchen, der Form nach, für wen sie da ist, und Westerwelle ist eh nicht ernstzunehmen. Schlimmer sind die "fortschrittlichen Frauen" wie Ursula von der Leyen, Renate Schmidt oder Alice Schwarzer, oder die SPD, von der man früher mal gedacht hat, sie sei für die kleinen Leute da, oder die Grünen, die statt Umweltschutz Sozialabbau betreiben, und Presseorgane wie Spiegel, Stern, Focus, Zeit. Wo der Bischof Recht hat, hat er Recht, und wenn er auch ein Bischof ist.

Texte Bilder Neu Bestellung Impressum Home LinksGästebuch