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Rettet das e (in aufwendig und Stengel)!

Würden Sie in obigen Beispielen das ä aussprechen wie das e? Nein? Dann liegen Sie richtig. Ä wird nun einmal offener ausgesprochen als e, deswegen handelt es sich ja um unterschiedliche Buchstaben. Das gilt unbeschadet des Dichterworts:

„Doch mit des Geschickes Mächten
ist kein ew’ger Bund zu flechten.“

Deshalb ist es Quatsch, dass die „RechtschreibreformerInnen“, um der Verwandtschaft des Stengels (von mittelhochdeutsch stengil) mit der Stange Rechnung zu tragen, diesen in Stängel umtaufen wollen. Durch diese Reformanstrengung weiß man überdies nicht, ob man beim „Stängelchen“ eine kleine Stange oder einen kleinen Stengel vor sich hat. Das muss man sich dann aus dem Zusammenhang erarbeiten - was für ein Fortschritt!

Entsprechendes gilt für aufwendig. Die „RechtschreibreformerInnen“ meinten, dieses Wort komme von Aufwand und müsse deshalb mit ä statt mit e, also aufwändig statt aufwendig geschrieben werden. Dabei kommt es von aufwenden, von dem wiederum Aufwand abgeleitet ist.

Bleiben wir lieber bei aufwendig und Stengel!

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